Hochzeit, Momentaufnahmen, Schwarz/Weiß, Stimmung

Der schönste Tag im Leben

Ich bin wieder über die Bilder meiner Freundin in Berlin gestolpert. Ein rundum schöner und gelungen Tag und ich bin froh, dass ich ein paar Momente für die beiden festhalten konnte.

Konzerte, Timing

Timing

Ich hatte gestern ein Geburtstagsfeier-Shooting und die absolute Schwierigkeit bei solchen Events, wie zum Beispiel auch Hochzeiten, ist das Timing. Natürlich umso schwieriger je weniger man über die jeweiligen Personen weiß. Denn oft sind es die kurzen Momente und kleinen Gesten, die für Personen große Bedeutung haben. Diese dann Einzufangen und Festzuhalten macht meist den Unterschied zu „netten“ und „großartigen“ Bildern aus. Natürlich muss man sich auf seine Ausrüstung verlassen können. Da ich eine neue Kamera und ein neues Objektiv habe, spiele ich noch viel mit den Blenden und Einstellungen herum.

Wahrscheinlich muss man einfach allzeit bereit sein. Und einen Blick für diese besonderen Momente setze ich einfach mal voraus.

Es ist schon lustig. Dadurch, dass immer mehr Digitalkameras im Einsatz sind oder bei solchen Gelegenheiten auch ein iPhone im richtigen Moment das wichtige Bild schießen kann, entsteht fast schon eine Art kleiner Wettkampf. Darauf darf man sich natürlich nicht einlassen, sonst ist die Konzentration und vor allem die Aufmerksamkeit dahin.

Aber es ist schon wahnsinn, wenn man bedenkt, dass von allem und jedem mittlerweile Fotos gemacht werden. Besonders regt mich das ja bei Konzerten auf. Und ich muss gestehen, ich gehöre selbst zu den Leuten im Publikum, die gerne einen Teil filmen und schöne Fotos machen. Und der Grund ist ja einfach nur, dass man das Konzert und die Musik so toll findet und alles so aufregend und man ergriffen ist, dass man sich ein Stück davon mit nach Hause nehmen möchte. Nur seitdem ich statt Köpfen vor mir nur noch Handydisplays habe und Leute sich nur noch auf ihre Aufnahmen konzentrieren, habe ich mir geschworen am Anfang oder der Mitte oder wann, einmal konzentriert ein paar (!) Fotos zu machen und mich dann wieder auf den Event dort zu konzentrieren. Denn ich hatte auch schon die Situation, dass ich gar nichts wirklich selbst erlebt hatte. Ich hab mir die Fotos angeschaut und dachte, ach wow, so sah das da aus, das habe ich ja gar nicht mitbekommen. Es gab einfach keine wirkliche Erinnerung – da bringt mir das Foto zu Hause auch nur wenig. Denn eigentlich macht das Foto ja erst die Erinnung dazu wertvoll.

Kurz gegooglet, ist hier ein Bildbeispiel.

Früher – und ich komme mir wirklich alt dabei vor, dass so zu formulieren – sah man da noch Köpfe von Menschen, die sich das Konzert anschauen…

Und ich weiß ja nicht, aber ist nicht das coole auf Konzerten, dass man gemeinsam auch mal hüpft und springt und klatscht und mitsingt und einfach Spaß hat? Man ist doch wegen der Musik da?

Das kann man ja alles vergessen, wenn man eine halbwegs vernünftige Aufnahme machen will. Und ich hatte das auch schon, dass ich gefilmt habe und um mich herum sind alle gesprungen und hatten Spaß während ich starr dastand und mich aufgeregt habe, dass jemand mitsingt und zu laut an meinem Mikro ist … schlimm.

Also wie gesagt. Ich habe es aufgegeben. Es wird sowieso alles so gut dokumentiert, man bekommt genügend Bilder im Netz und wahrscheinlich auch die Hälfte bei YouToube. Aber dazu hat ja auch jeder Zugang – ob er beim Konzert war oder nicht. Dort waren eben nur die Leute dort. Und das kann man nicht ersetzen.

Also Handys einpacken und die Wirklichkeit erleben!

 

Bewegung, Makrofotografie

Shaolin – Capture the moment

Ein Fotobuch von Shaolin-Mönchen hat mich wieder daran erinnert, wie faszinierend Fotos für mich sind, die Bewegungen festhalten.

Die Shaolin-Mönche, Foto Sabine Kress

Gerade Dinge, die wir nur einen Augenblick wahrnehmen in einem Foto für immer eingefroren zu sehen, ist wahrscheinlich das, was mich an der Fotografie reizt.

Momentaufnahmen die zur Ewigkeit werden. Auch einer meiner Lieblingsfotografen, Howard Schatz, ist ein Meister darin.

Er hat eine ganze Reihe mit (Ballett-)Tänzern, Sportlern etc., eine ganze Motion-Study mit wunderschönen Effekten

Howard Schatz, Underwater

und natürlich einem meiner Lieblingsfotos gemacht.

zur Howard Schatz Website

Genauso wie Bilder der Bewegung etwas festhalten, was man so nicht wahrnimmt, so tut das auch die Makrofotografie, also Nahaufnahmen. Nachdem immer mehr Tautropfen in diversen Läden zum Kauf angeboten werden – und ich ja selbst meine Tautropfen an der Wand hängen habe, sind wohl doch noch mehr Menschen davon fasziniert.

Susanne Sack Ich finde es einfach wahnsinnig interessant Details zu entdecken, die mit dem bloßen Auge einfach nicht sichtbar sind. Es ist einem unmöglich es zu sehen. Durch die Kamera aber wird es sichtbar.

Hier habe ich schon damals das Bild von einem Grashüpfer gemacht, hatte aber noch kein gutes Objektiv.

Ein nettes Beispiel von Azurech